Städtereisen Lissabon

April 26, 2008

Während der Zeit der  Entdeckungen war Lissabon eine der allerschönsten Städte in Europa und der allerwichtigste Hafen des europäischen Kontinents. Lissabon ist eine der wenigen europäischen Hauptstädte, welche einen  Seehafen besitzen.

Lissabon wird wegen ihres strahlenden Bildes auch vielfach die weisse Stadt genannt. Das Licht und die Stimmung machen das Flanieren durch die verschiedenen Stadtteile zu einem Vergnügen. Diese Schönheit spiegelt sich in den grossartigen Bauwerken wider. Die Lebensfreude ist überall spürbar.

Herzlich und weltoffen empfängt Lissabon seine Besucher.  Lissabon ist umgeben von unwiderstehlichem Charme vergangener Zeiten. Das Leben pulsiert in der Hafenstadt am Südwestrand Europas. Lissabon  ist provinziell, großstädtisch und weltoffen.

Die historischen Viertel liegen im Stadtzentrum und sind eine richtige Pflicht für alle Besucher der portugiesischen Hauptstadt. Schon wegen ihrer Kultur, Geschichte, Architektur und ihren Bewohnern.

Lissabons Herz schlägt für Rossio. Auf dieser Esplanade mit dem tollen Mosaikpflaster und den Terrassencafés herrscht kosmopolitisches Flair, tolle Shopper im Designeroutfit, Teenager mit Natels am Ohr flanieren über den Boulevard, Straßenhändler und Schuhputzer kurbeln buhlen um ihr Geschäft an.

Lissabon ist die grösste Stadt von Portugal. Lissabon erstreckt sich entlang des rechten Tagus Ufers. Das Stadtzentrum von Lissabon, liegt in dem Gebiet um Rossio.  Westlich davon liegen Bairro Alto und Madragoa mit ihren herrlichenn Gassen. Am westlichen Ende befindet sich Belém mit dem Belém-Turm, das Kloster Jerónimos und das Kulturzentrum von Belém.

Das Nachtleben in Lissabon spielt sich vorwiegend im Vairro Alto ab. Einkaufen kann man besonders hervorragend in der Altstadt von Lissabon sowie auf der Avenida de Roma, Avenida Guerra Junqueiro und Amoreiras.

Die Gegend um das heutige Lissabon erstreckt sich von der Tagus Flussmündung zu der  Alentejo Küste, von der großartigen Metropole am westlichen Rand der Europäischen Union zu den Fischerdörfern.

Über der Stadt thront  die mittelalterliche Burg Castelo de São Jorge. Das alte Alfama Viertel darunter ist ein malerisches Labyrinth aus engen Gässchen, wo es nach vergangenen Zeiten  riecht. Windschiefe Gemäuer beherbergen kleine Bars, Gemüse- und Krämerläden. Verblichene Kacheln  zieren Wände und Bögen. Wie vor über 150 Jahren rumpeln die altehrwürdigen Straßenbahnen ächzend die Hügel rauf und runter, in den Fenstern hängen grosse Vogelkäfige, darunter flattert die nasse Wäsche im Wind. Eine Fahrt mit der berühmten Linie 28 sollte sich niemand entgehen lassen.

Eine kühle Brise vom Atlantik sorgt im Sommer in Lissabon für angenehme Frische. Die Costa de Lisboa bietet eine reichhaltige Vielfalt. Seit der Rückeroberung von den Arabern im Jahr 1147 ist Lissabon eine antike Stadt mit einer jahrhundertelangen Geschichte.

Gegenüber dem Kastell liegt das Chiado Viertel. Hier haben sich die ersten Theater der Stadt und die Akademien der schönen Künste. Vom Rossio geht es durch die Baixa in Richtung Tejo, vorbei an alten Lädchen und Shops internationaler Designer. Straßenmusikanten und fliegende Händler bevölkern die  Fußgängerpromenade. Bunte Fährschiffe schippern ständig hin und her. Hin und wieder erinnert das laute Horn eines Ozeanriesen daran, dass der Atlantik gleich vor der Haustür liegt. Vom Fluss aus gesehen wirkt Lissabon wie ein impressionistisches Gemälde.

Neben mittelalterlichen Wohnvierteln ragen avantgardistische Türme in den grossen Himmel. Hinter blätternden Fassaden verbergen sich Designerstores.  Nostalgiker mögen in saudade schwelgen, das bewust junge, strebende Lissabon gefällt sich nach dem Facelifting. Es hat eindeutig an neuem Selbstbewusstsein gewonnen.

Die Großstadtprobleme machen natürlich auch vor Lissabon nicht Halt. Die Arbeitslosigkeit ist hier höher als im Durchschnitt, trotz Bemühungen seitens der Stadtverwaltung gibt es an der Peripherie immer noch viele Barackenviertel. Die Wirtschaft krankt. Portugal gehört zu den Defizitsündern innerhalb der EU. Das Gesundheitswesen hängt am Tropf und das Ausbildungssystem ist reformbedürftig.

Lissabon hat knapp 640000 Einwohner, im Großraum leben fast zwei Millionen Menschen. Die Stadt ist ein grosser Schmelztiegel der Kulturen. Hunderttausende Zuwanderer aus den ehemaligen Kolonien in Afrika strömten ins Land. Sie haben sich in der Gesellschaft fast vollständig integriert. Zusammen mit den Einwanderern aus Brasilien und dem chinesischen Macao gehören sie heute zum Straßenbild. Die Verbrechensrate ist noch relativ gering.

Lissabon wurde von Odysseus gegründet. Die erste Blütezeit erlebte die Stadt unter den Römern. Zeugen dieser Zeit sind die Ruinen des römischen Theaters in der Alfama, das heute ein Museum ist. Einen noch guten Eindruck haben die Mauren in der Stadt hinterlassen. Unter ihrer 400 Jahre dauernden Herrschaft wurde Lissabon ein Zentrum der arabischen Kultur. Es entstanden als Vorstädte die Stadtviertel Alfama und Mouraria.

1147 gelang es König Dom Afonso Henriques die Stadt zurückzuerobern. Lissabon wurde Sitz der grossen königlichen Familie. Ihre wahre Größe erreichte die Stadt aber erst im 15. und 16. Jh. mit den Entdeckungen der portugiesischen Seefahrer. Bartolomeu Diaz umrundete 1488 das Kap der Guten Hoffnung. 10 Jahre später entdeckte Vasco da Gama den grossen Seeweg nach Indien. Kurz darauf landete Pedro Álvares Cabral in Brasilien. Bald besaß das kleine Portugal ein grosses Weltreich. Schiffe, voll beladen mit  Gewürzen und Edelhölzern, legten im Hafen an. Händler aus aller Welt strömten nach Lissabon. Der florierende Handel brachte der Hauptstadt unermesslichen Wohlstand.

Es folgten Jahrzehnte wirtschaftlicher Turbulenzen. Das Königshaus versippte. 1910 floh König Manuel II. nach Großbritannien ins Exil. Portugal wurde Republik und dann Diktatur.

Am Morgen des 25. April 1974 war alles anders.  Aus allen Landesteilen marschierte das aufgebrachte Volk in Richtung Parlament. Das Militär schlug sich auf die Seite des Volkes. Die Diktatur wurde durch die fast unblutige Revolte beendet. Rote Nelken wurden zum Symbol der Revolution. Noch heute wird jedes Jahr am 25. April zur Erinnerung an die Nelkenrevolution im ganzen Land der Tag der Freiheit gefeiert. Danach ging es wieder bergauf mit Portugal. 1994 wurde Lissabon Kulturhauptstadt Europas. Expo: 1998 präsentierte die Stadt die letzte Weltausstellung des ausgehenden Jahrtausends, von dem Lissabon heute noch zehrt.

Außer dem Expogelände und dem Vorort Belém mit seinen vielen Museen und grandiosen Monumenten liegen Lissabons Hauptsehenswürdigkeiten.  Gutes Schuhwerk und ein wenig Geduld – mit diesem Rüstzeug können Sie Lissabon entspannt und mit vollem Genuss kennen lernen.

Kontakt:
topreisen.biz
Email: info@topreisen.biz
Internet: www.topreisen.biz

Tags: , , , , , , , , , , , , ,

Eine Antwort schreiben